Fotografen-Legende Werner Ernst verstorben

21. Juli 2011

Ein Leben für die Pferde und die Fotografie

In Memoriam: Werner Ernst

Er war Spezialist darin, Auktionspferde ins rechte Licht zu rücken, begleitete die deutschen Reiter zu unzähligen Championaten und fotografierte P.S.I. Geschichte.

Er wurde 77 Jahre alt. Er hinterlässt eines der umfassendsten Bildarchive zum Thema Pferdesport und -zucht weltweit. Wer Bilder der legendären Hengste und Auktionspferde sucht, wird bei Werner Ernst fündig werden.

Hengsthalter Georg Vorwerk, der auch praktisch Nachbar und Freund für Werner Ernst war, bestärkte den gelernten Gärtner, sein Hobby Pferdefotografie zum Beruf zu machen.

An die Sportreiter kam Ernst über seine Freundschaft zu der Vielseitigkeitslegende Horst Karsten und dem großartigen Springreiter Gerd Wiltfang. Auch die beiden wohnten bei Ernst "um die Ecke" und überredeten den jungen Pferdefotografen, die Europameisterschaften 1965 in Moskau zu fotografieren. Das war damals ein ziemliches Abenteuer. Mit der Eisenbahn reiste Ernst samt Fotoausrüstung nach Russland. Die erste große Flugreise erlebte er 1968 als er die Olympischen Spiele in Mexiko im Bild festhielt. Ernsts letzter Olympia-Einsatz war 2004 in Athen.

Für seine Arbeit wurde Ernst mehrfach ausgezeichnet, unter anderem 1982 mit der FN-Plakette in Silber, 1983 mit der Ehrennadel des Oldenburger Verbandes in Gold, 2002 mit der Silbernen Kamera beim CHIO Aachen. Die wohl größte Ehrung aber wurde ihm 2004 zuteil, als die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) ihm das Deutsche Reiterkreuz in Gold "In Anerkennung für besondere Verdienste um die Förderung des Reit- und Fahrsports in Deutschland" anheftete. 2008 folgte dann schließlich die Ehrennadel des Hannoveraner Verbandes in Gold.

Werner Ernsts Lebenswerk wird fortgesetzt durch seinen Sohn Tammo, der sich ebenfalls der Fotografie verschrieben hat: www.pferdebild.de

 

Info: www.st-georg.de

Foto: Schwöbel & pferdezeitung.de